Umwelt(un)gerechtigkeit - Webinarreihe "Mit Recht das Klima retten?"

Die Online-Seminarreihe “Mit Recht das Klima retten” geht in die dritte Runde. Die Heinrich-Böll-Stiftung, der Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen, Green Legal Impact Germany e.V., ClientEarth und Germanwatch laden Studierende, angehende Jurist*innen – und natürlich auch alle anderen Interessierten – ein, das Thema Umwelt(un)gerechtigkeit im Kontext von Klima- und Umweltklagen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Die Klimakrise wird ungleich verursacht und wirkt sich ebenso ungleich aus. Diejenigen, die von klimaschädlichen Aktivitäten am meisten profitieren, schultern den kleinsten Teil ihrer verheerenden Auswirkungen. Die Risiken und Schäden tragen heute und in Zukunft überwiegend diejenigen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen.  Der Begriff „Umweltgerechtigkeit“ beschreibt dabei eben diese (ungleiche) Verteilung der sozialen und gesundheitlichen Belastungen.

In der dritten Staffel unserer Seminarreihe wollen wir uns mit den vielschichtigen Aspekten und nationalen sowie internationalen Verflechtungen der Umweltgerechtigkeit beschäftigen und anhand von konkreten Fallbeispielen einen Einblick in die juristische Praxis geben.

Die Anmeldung wird über die Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung erfolgen. Sobald das Formular freigeschaltet ist, werden wir den Link hier veröffentlichen.


Seminar 1 – Praxisseminar

15.09.2022 – 16:00 – 17:30

“Wie lässt sich Umweltgerechtigkeit in der anwaltlichen Praxis umsetzen?”

Wir befragen einen Anwalt und eine Anwältin, wie sie ihre Studienmotivation für Gerechtigkeit in den Mühlen der Ebene beibehalten, und sind gespannt auf Eure Fragen zur Umweltgerechtigkeit in der Praxis.


Seminar 2 – Huaraz 

06.10.2022 – 16:00 – 17:30

„Der Fall RWE: Große Emittenten haftbar machen“

Die mutige Klage von Saúl Luciano Lliuya gegen RWE ist inzwischen eine weltweit wahrgenommene Musterklage, die eine enorme Signalwirkung entfaltet. Das Verfahren ist ein Präzedenzfall dafür, ob die weltweit größten Treibhausgasemittenten den von den Folgen der Klimakrise betroffenen Menschen anteilsmäßig Schutz und Schadensausgleich finanzieren müssen. Ein Urteil zugunsten des Klägers hätte in Europa, aber auch darüber hinaus Konsequenzen für Justiz, Politik und Finanzmarkt.


Seminar 3 – Globale Gerechtigkeit / Global calls for climate justice

19.10.2022 – 16:00-17:30 (Auf Englisch, Fortsetzung der 3. Folge aus Staffel 2)

Seit unserem Seminar im vergangenen Jahr hat sich einiges getan, und die Bemühungen um ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs zu Klimawandel und Menschenrechte dauern an. In diesem Seminar werden wir mit Expert*innen zu den Chancen und Herausforderungen dieses Ansatzes sprechen und diskutieren wieso kleine Inselstaaten ihre Anliegen vermehrt vor internationale Gerichte und Tribunale bringen.


Hinweis
Wir weisen darauf hin, dass die Online-Veranstaltung im Programm Zoom stattfindet. Für die Teilnahme benötigen Sie je nach Veranstaltung (mit Beteiligung des Publikums) optional eine Kamera und/oder ein Mikrofon.

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In Zusammenarbeit mit

Videomitschnitte aller Folgen der Veranstaltung „Mit Recht das Klima retten“ finden Sie auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung.